Die Geschichte des Bansiner Posaunenchores


Karl Friedrich sen. bläst Trompete
Karl Friedrich sen. bläst Trompete

 

1945 kam der Lehrer Karl Friedrich als Flüchtling aus Hinterpommern mit seiner Familie nach Seebad Bansin auf der Insel Usedom. Er war Posaunenchorbläser.

1946 kehrte sein Sohn Karl Friedrich jun. aus der französischen Kriegsgefangenschaft zurück nach Deutschland und reiste seiner Familie nach in die neue Heimat auf Usedom. Er blies ebenfalls. Somit konnte wieder gemeinsam musiziert werden. Aus diesen „Nachkriegs-Neuanfängen“ erwuchs der Bansiner Posaunenchor.

Karl Friedrich jun.
Karl Friedrich jun.

 

Eine erste Erwähnung der Bläser in der Öffentlichkeit – welches wir als offiziellen Beginn der Chorarbeit annahmen – war das „Auferstehungsblasen“ am Ostersonntag, 10.04.1955, früh um 5.00 Uhr auf dem Bansiner Friedhof.

Seit dieser Zeit leitete Karl Friedrich jun. den Chor, bis er ihn 1984 an Franz Wiesenberg aus Seebad Ahlbeck übergab. Da er im gleichen Jahr zu den Bausoldaten eingezogen wurde, wechselte die Chorleitung an Helmut Friedrich, der dieses Amt bis heute ausführt.

 

Wenn auch die Mitglieder wechselten, war die Chorarbeit zu keiner Zeit unterbrochen. Im Laufe der Jahre hat sich der Umfang der musikalischen Einsätze des Chores erweitert. So musizierten wir schon in der DDR-Zeit jährlich u.a. bei Bläserfreizeiten in Sellin auf Rügen und in der Wasserburg Turow, zu Ostern auf dem Friedhof Bansin, am dritten Advent sowie Heilig Abend in der Bansiner Waldkirche und auch bei Weihnachtsfeiern – sogar im NVA-Stützpunkt Pudagla.

Seit der Wende 1989/1990 umrahmen wir kontinuierlich am 12. März die Gedenkfeier zum Bombenangriff auf Swinemünde (1945) auf dem Golm in Kamminke musikalisch sowie einige Veranstaltungen des „Bundes der Vertriebenen“. Seit vielen Jahren musiziert unser Posaunenchor sowohl bei der Zeugnisübergabe der Abiturienten im Hotel „Maritim“ als auch auf „Märkten und Plätzen“ – aber immer als missionarische Einsätze! Auch bei Veranstaltungen wie „ProChrist“ und bei der alljährlichen Allianz-Gebetswoche ist unser Chor aktiv mit dabei. Der Aufgabenbereich konnte sich vergrößern, sodass wir inzwischen kontinuierlich Gottesdienste im Pavillon an der Bansiner Strandpromenade gestalten.

 

Neben den Einsätzen im Rahmen unseres eigenen Posaunenchores – momentan umfasst er 16 Mitglieder – sind unsere Bläser natürlich immer bei den Veranstaltungen unseres pommerschen Gemeinschaftsverbandes präsent – ob bei dem Gemeinschaftstag in der Wasserburg Turow, der Gemeinschaftskonferenz und dem Landesposaunenfest.

 

Dieses soll ein Auszug aus unseren Choraktivitäten gewesen sein.

Wir danken unserem HErrn und Heiland Jesus Christus für den Segen, den Er uns schenkte, sodass der Chor seinen Auftrag, das Evangelium zu verkündigen, erfüllen konnte. Gott selbst hat angeordnet, die Trompete (Blechblasinstrument) zu bauen (4. Mo 10) und im Psalm lesen wir die Aufforderung (Ps 150,3a): „Lobet den Herrn mit Posaunen!“ In der Offenbarung hören wir, dass der Engel die letzte Posaune bläst, um unseren Herrn anzukündigen.

 

Möge der HErr uns – als Posaunenchor – gebrauchen, mit unseren Instrumenten diesen Auftrag zu erfüllen, bis die letzte Posaune erschallt!

 

 

„Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret!“